Wissenswertes

 

 

 Versicherungen im Ausland und für Weltenbummler

Reisen ins Ausland oder längere Auslandaufenthalte, da sollte der Versicherungsschutz vorher überprüft werden.

Urlaub, Arbeit im Ausland, Auslandssemester oder work & travel. All das will vorbereitet sein, auch mit den dazugehörigen Versicherungen.

Dazu eine Grundregel: Die exakten Zeiten der Abwesenheit sollten mit der Versicherung abgestimmt sein. Das gilt insbesondere für die Krankenversicherung. Ansonsten kann das im Krankheitsfall eine teure Angelegenheit werden. Die Krankenversicherung leistet grundsätzlich nur innerhalb der vereinbarten Zeiten. Auch der möglicherweise verlockende kostengünstige Abschluss einer weiteren Reisekrankenversicherung (Anbündelung) ist falsch. Das ist nicht zulässig und die Versicherungen haben im Zweifel keine Leistungspflicht!

Im Übrigen ist das Zielland wichtig, denn auch hier unterscheiden sich die Leistungen der privaten Versicherer. Da hilft das Bedingungswerk, das zu jeder Police gehört, weiter.

Wichtig für längere Auslandsreisen sind neben dem laufenden Versicherungsvertrag auch eine deutsche Kontaktanschrift (Freunde oder Verwandte) und ein deutsches Bankkonto.

Wenn ein Unternehmen seine Mitarbeiter/in für eine längere Zeit ins Ausland schickt bleibt man im deutschen Sozialsystem, es ändert sich im Grund nichts, da der Arbeitgeber die Fürsorgepflicht für seine Mitarbeiter hat, für anfallende  Gesundheitskosten aufkommen muss oder für seinen Mitarbeiter eine entsprechende Versicherung abschließen sollte.

Wer sich eigenständig auf eine längere Auslandsreise begibt hat in den Mitgliedstaaten der EU grundsätzlich den Versicherungsschutz im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung für Leistungen die im Gastland üblich sind.

Wer privat krankenversichert ist genießt in der Regel den gleichen Schutz wie zuhause. Aber Achtung, ohne Zuschläge gilt das meistens nur bis zu 3 Monaten. Auf jeden Fall ist eine vorherige Abstimmung mit der privaten Krankenversicherung nötig. Es gilt auch zu klären auf welchem Niveau die Versicherung leistet. Auf Basis der Leistungen des Heimatlandes oder auf Basis der Leistungen des Gastlandes.

Von besonderer Bedeutung ist die Absicherung für den Rücktransport. Gesetzliche Kassen kennen dieses Thema nicht und private zahlen den medizinisch notwendigen Rücktransport. Diese Lücken lassen sich mit einer Auslandsreisekrankenversicherung schließen. Dabei sollte der Rücktransport auch dann erfolgen können wenn er medizinisch sinnvoll ist.

Die Urlaubsreisepolicen sind meistens sehr günstig, gelten aber nicht für Langzeitreisen. Auch in diesem Fall ist die Aneinanderreihung von Urlaubspolicen falsch. Im Schadenfall kann die Leistungsverweigerung durch den Versicherer erfolgen.

Auch oder besonders Rentner, die ihren Ruhestand gern in fremden Ländern verbringen, versuchen es gern mit einer weiteren Police. Das geht nicht und manche Probleme sind vorprogrammiert.

Die private Haftpflichtversicherung gehört im Rahmen der Reiseplanung ebenfalls in die Überprüfung. Die Policen leisten meistens weltweit aber nur für begrenzte Zeiträume. Wer lange wegfährt oder ganz auswandert muss sich im neuen Domizil einen neuen Versicherer suchen.

Zur Vermeidung von Unklarheiten sollte man sich vorher bei seinem Versicherer über den Geltungsbereich -dauer und Umfang der Versicherung informieren und sich das auch schriftlich bestätigen lassen.

Das gilt natürlich auch bei anderen Versicherungen wie z.B. Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Bei diesen Versicherungsarten wird ja auch regelmäßig bei Abschluss gefragt ob und welche Auslandsaufenthalte in den „nächsten 12 Monaten“ beabsichtigt sind. Bei bestehenden Verträgen muss oft nur sichergestellt sein, dass die Beitragszahlung reibungslos erfolgen kann und der Versicherer entsprechend informiert ist.

Vorsicht ist bei Riester Verträgen geboten. Hier können unter Umständen die Zulagen zurückgefordert werden. In der Rentenbezugsphase ist das allerdings selten ein Problem. Die Rente wird auch im Ausland gezahlt.

Das hört sich alles kompliziert an, aber wer eine Reise bucht, besonders wenn sie länger dauert,  sollte auch ein Gespräch mit seinem Versicherungsvermittler buchen. Das schafft Klarheit und hilft, Probleme zu vermeiden.

 

 

herbstliches "Bauernglatteis"

 

Pressemitteilung des BVK:

 

Bauernglatteis: Wer haftet für Rutschpartien mit dem Auto?

 

 

Moosinning, 23. September 2014 - Der Beginn des Herbstes ist die Zeit der Ernte: Überall im ländlichen Raum fahren die Bauern Obst, Gemüse und Feldfrüchte mit ihren Treckern ein. Doch was die einen ernten, birgt für die anderen Ungemach: Denn auf den Landstraßen hinterlassen die Nutzfahrzeuge nicht selten mit Erdklumpen verdreckte Fahrbahnen, die sich bei nasser Witterung zu gefährlichen Rutschbahnen für Autofahrer entwickeln können: Das gefürchtete Bauernglatteis.

 

Viele Autofahrer fragen sich jetzt deshalb, wer haftet, wenn ein Unfall passiert? Axel Raymann, Marketingbeauftragter des Bezirks München im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) beruhigt und informiert, dass generell die Haftpflichtversicherung des Verschmutzers für den Schadensersatz zuständig ist. „Bei zulassungspflichtigen Fahrzeugen, wie beispielsweise Traktoren ist die entsprechende Kfz-Haftpflichtversicherung des Landwirts für die Schadenregulierung zuständig. Wurde die Straße dagegen mit einem nicht zulassungspflichtigen Fahrzeug verdreckt, ist die Betriebshaftpflichtversicherung zuständig.“

 

Wichtig ist für Geschädigte, dass sie das Bauernglatteis als Ursache ihres Unfalls gegenüber der Versicherung des Landwirts nachweisen können. Zeugen und Fotos vom Straßenzustand sowie ein polizeiliches Unfallprotokoll, sofern vorhanden, helfen bei der Schadenregulierung weiter.

 

Sorgen über die Deckungssummen müssen sich Geschädigte dabei nicht machen. Bei der gesetzlichen Kfz-Haftpflicht beträgt die Mindestdeckung 7,5 Millionen Euro bei Personenschäden und bei Sachschäden bis zu einer Million Euro bzw. bei Vermögensschäden bis zu 50.000 Euro. Doch viele Landwirte werden eine so genannte erweiterte Deckung für 100 Millionen Euro pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden abgeschlossen haben. „Und bei den nicht zulassungspflichtigen Nutzfahrzeugen greift ohnehin die Betriebshaftpflichtversicherung, die in der Regel für Schäden bis zu einer Summe von fünf Millionen Euro zahlt.“

Bundesverband Deutscher

Versicherungskaufleute e.V.

Axel Raymann

Marketingbeauftragter

Bezirksverband München

Ismaninger Str. 5a

85452 München

Tel: 08123 / 987335

Fax: 08123 / 990081

Internet: www.bvk.de

Mail: axel.raymann(at)bvk.de

 

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Unfälle auf dem Arbeitsweg

Unfälle auf dem Arbeitsweg, eine Versicherungsleistung der gesetzlichen Unfallversicherung. Ein wichtiger Schutz für Arbeitehmer, der durch Beiträge der Arbeitgeber finanziert wird. Unfälle, die auf dem Arbeitsweg passieren, sind die von den Sozialgerichten am meisten verhandelten Fälle, die sogenannten Wegeunfälle.Die unterschiedlichen Versicherungsträger behandeln das durchaus auch unterschiedlich. Nützliche Informationen sind im "Versicherunsgboten" nachzulesen. Folgen Sie dazu dem Link.
zum Versicherungsboten


Einführung des Notlagentarifes

Seit dem 1.4.2007 besteht die generelle Krankenversicherungspflicht. Wer seit dieser Zeit nicht krankenversichert war, muss rückwirkende Strafbeiträge zahlen. Das führte teilweise zu besonderen Härtefällen, da zusätzlich zu den Nachzahlungen auch ein Säumniszins in Höhe von 4,5% auf die Beitragsschulden zu entrichten war. Grundsätzlich galt das sowohl in der gesetzlichen als auch der privaten Krankenversicherung Zum 1.8.2013 wird diese Situation durch die Einführung des sogenannten "Notlagentarifes entschärft. Personen die sich bislang nicht bei einer Krankenversicherung gemeldet hatten, sollten das spätestens bis zum 31.12.2013 tun. Dann können Strafbeiträge und Säumniszuschläge erlassen werden. Weitere Informationen finden Sie auf diesem Link des zuständigen Ministeriums. Nach dem 31.12.2013 müssen Nichtversicherte die in die gesetzliche (GKV) oder private Krankenversicherung (PKV) gehen oder zurückkommen wieder Strafbeiträge entrichten:
http://www.bmg.bund.de/ministerium/presse/pressemitteilungen/2013-03/mehr-schutz-bei-beitragsschulden.html


Der "Pflege Bahr"

Ein Brandthema unserer Gesellschaft wird in zunehmendem Maße die Pflegeversicherung. In Deutschland gibt es die Pflegepflichtversicherung. Die Beiträge wurden ein wenig erhöht um mehr Leistungen, gerade im Falle einer Demenz erbringen zu können.Das ist leider nicht ausreichend, um in unserer Gesellschaft das Problem der Finanzierung von Pflegefällen zu lösen. Private, zusätzliche Vorsorge wird auch hier nötig.

Zum 1.1.2013 wurde der sogenannte "Pflege Bahr" als private Ergänzung eingeführt. Der Staat fördert mit € 60,- pro Jahr und Versicherten den Abschluß solcher privat abzuschließenden Pflegeversicherungen. Die Förderung dieser Verträge ist an feste Regeln gebunden.

Absatz


Unisex-Tarife ab 21.12.2012

Seit dem 21.12.2012 gibt es versicherungstechnisch keine Unterschiede zwischen Frau und Mann. Zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Versicherer sogenannte Unisextarife eingeführt. Damit sollen Ungleichheiten zwischen Versicherungstarifen aufgehoben werden. Insbesondere bei sogenannten Personenversicherungen (Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen) sollen Frauen und Männer gleiche Beiträge bezahlen. Grundlage dafür ist eine Richtlinie der EU die von der Bundesregierung noch in ein entsprechendes Gesetz umzuwandeln ist.

Die meisten Versicherer nutzen diese Gelegenheit ihre Produktpaletten zu überarbeiten und Leitungsanpassungen zu realisieren. Das gilt insbesondere in der Krankenversicherung. Hier gab es in der Vergangenheit häufig Kritik, dass die private Krankenversicherung in bestimmten Teilen weniger leistet als die gesetzliche. Dieser Kritik wird mit der neuen Tarifgeneration entegegen gewirkt

In der Lebensversicherung und insbesondere der Berufsunfähigkeitsabsicherung steigen für Männer die Beiträge, da die möglichen Leistungen für eine längere Zeit zu zahlen sind als vor diesen Änderungen.

Absatz 3


Änderungen in der privaten und gesetzlichen Rentenversicherung zum 1.1.2012

Ab dem 1.1.2012 greifen die Änderungen der Regelungen zur Rente mit 67. Frühester Rentenbeginn ist ab dann das 62. und nicht mehr das 60. Lebnesjahr. Der reguläre Rentenbeginn wird dann vom 65. auf das 67. Lebensjahr verlegt. Für jeden Monat den man seine Rente früher beziehen will, erfolgt ein Abschlag von 0,3% pro Monat. Private Altersvorsorgeverträge erhalten ab dem 1.1.2012 nur noch dann eine steuerliche Förderung wenn sie mindestens eine 12 jährige Laufzeit hatten. Das Rentenbeginnalter dieser Verträg darf zusätzlich frühestens das 62. Lebensjahr sein.

Änderungen des Garantiezinssatzes bei privaten Lebens- und Rentenversicherungen zum 1.1.2012

Ab dem 1.1.2012 schreibt der Gesetzgeber den privaten Versicherungen die Absenkung des Garantiezinses von 2,25% auf 1,75% vor. Diese Regelung gilt nur für Neuverträge ab dem 1.1.2012. Altverträge sind von der Änderung nicht betroffen.

Riestern aber richtig und auch auf Dauer!

Bei der Riesterförderung kommt es sehr oft auf die richtige Beratung an. Dadurch sichern Sie sich nicht nur kurz- sondern auch langfristig die möglichen Zulagen. Zum Erhalt der vollen Zulagen gehört die jährliche Überprüfung des Einkommens! Darauf muss jeder selber achten oder beim Berater nachfragen. In den meisten Fällen schicken die Versicherer einen Leitfaden zur Überprüfung gemeinsam mit den Formularen, die Sie zur Steuererkärung benötigen. Besonders wichtig ist die Mitteilung von Änderungen (z.B. Umzug, Geburt von Kindern). Damit Finanzamt und Zulagenstelle miteinander kommnunizieren und Zulagen richtig ermitteln können müssen Sie diese Änderungen selbst Ihrem Anbieter mitteilen. Achten Sie darauf dass Ihre Daten richtig an den Anbieter übermitelt werden. Die Überprüfung durch die Zulagenstelle dauert bis zu 3 Jahren. Mögliche Fehler werden erst sehr spät erkennt und sind nicht immer wieder leicht zu korrigieren.

Gesundheitsreform: Auf ein Neues

Unter der Rubrik "Reform der Kassenfinanzierung" findet sich unter Spiegel Online eine aktuelle Information zu den geplanten Maßnahmen im Gesundheitswesen.

"Die Rösler-Revolution" titelt Spiegel Online. Wenn Sie mehr wissen wollen, folgen Sie den unter angegebenen Links oder vereinbaren Sie mit uns ein Beratungsgespräch zu diesem Thema, um ggf. eine Alternative zu finden.



Seit dem 1.1.2010 gilt das "Bürgerentlastungsgesetz". Dadurch werden die Beitraäge zu den Grundleistungen einer Krankenversicherung steuerlich begünstigt. Das schaftt für Sie finanzielle Spielräume und gilt für gesetzliche und auch private Krankenvollversicherungen.

Die steuerliche Entlastung spüren Sie seit dem 1.1.2010 auf Ihrer Gehaltsabrechnung durch ein höheres Nettoeinkommen. Der Staat möchte dadurch Ihre Freiräume für private Vorsorge erhöhen.

Nähere Informationen finden sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums der Finanzen: link.



Das Allgemeine Gleichbehandlungs Gesetz (AGG) gilt seit dem 18.8.2006. Damit sollen insbesondere Beschäftigten und auch Bewerberinnen vor Benachteiligungen, Belästigungen in ihrem Arbeitsalltag geschützt werden. Nach dem Gesetz sind insbesondere die folgenden Benachteiligungen verboten: Rasse / ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexuelle Identität.

Hiefür ist eine spezielle Haftpflichtversicherung eingeführt worden.

Das Umweltschadengesetz (USchadG) ist zum 14.11.2007 in Kraft getreten. Die Haftung nach dem USchadG ist eine öffentlich-rechtliche Haftung und gilt rückwirkend für Schäden, die ab dem 30.04.07 verursacht wurden. Der Haftungsumfang nach dem USchadG z.B. Gefahrenabwehr- und Sanierungsmaßnahmen, wir durch die jeweilige Umweltschutzbehörde festgelegt ("Amtsermittlungsgesetz").
Neben den aus der Umwelthaftung bekannten Schutzbereichen Boden und Wasser steht die Artenvielfalt, der so genannten Biodiversität, im Mittelpunkt des Gesetzes. Gemeint sind Schäden an geschützten Tieren und Pflanzenarten sowie natürlichen Lebensräumen (z.B. Natur. /Vogelschutzgebiete). Die bestehenden Umwelthaftungsregelungen werden durch das USchadG ergänzt/verschärft. Die Haftung betrifft jetzt auch Schäden an der Natur selbst und nicht nur Personen-, Sach- oder Vermögensschäden eines Dritten.
Betroffen sind grundsätzlich alle beruflich tätigen. Das Risiko für einen solchen Umweltschaden haftbar gemacht zu werden, ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich groß. Die herkömmlichen Umweltversicherungen decken dieses Risiko nicht ab. Jeder Betrieb sollte diesen besonderen Versicherungsbedarf prüfen.



Rente mit 67 / März 2007
Die Regierung reagiert auf die Überalterung der Gesellschaft!

Die Bausteine der Rentenreform 2007

Wer 1964 oder später geboren ist, wird künftig die volle Rente in aller Regel erst mit 67 Jahren erhalten. Damit soll langfristig der Anstieg der Beiträge gedämpft werden.
Die "Rente mit 67" ist der zentrale Baustein dieser Reform.

Nachfolgend ein kurzer Überblick über die Beschlüsse:

Altersgrenze:
Von 2012 an steigt das gesetzliche Renteneintrittsalter für eine abschlagsfreie Rente schrittweise auf 67 Jahre. Die Umstellung beginnt mit dem Geburtsjahrgang 1947, der bis zur vollen Rente einen Monat länger arbeiten soll. Der Geburtsjahrgang 1964 ist dann der erste Jahrgang, für den das neue Rentenalter 67 gilt. Die 2012 beginnende Anhebung vollzieht sich bis 2023 (Geburtsjahrgang 1958) in Monatsschritten, danach bis 2029 in Zwei-Monats-Schritten.

Ausnahmen:
Wer 45 Jahre Beiträge bezahlt hat, soll auch künftig mit 65 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen können. Bei den Beitragszeiten zählt auch Kindererziehung bis zum 10. Lebensjahr des Kindes mit. Allerdings kommt derzeit nur der kleinere Teil der Beschäftigten auf 45 Beitragsjahre. Bei den Männern waren es zuletzt 28 Prozent, bei den Frauen knapp vier Prozent.

Abschläge:
Wer 35 Versicherungsjahre vorweisen kann, soll auch künftig schon ab 63 in Rente gehen können, muss dafür aber Abschläge in Kauf nehmen, und zwar 0,3 Prozent für jeden Monat, den man vor der gesetzlichen Regelaltersgrenze aufhört.

Erwerbsminderungsrente:
Wer aus gesundheitlichen Gründen nur eingeschränkt arbeiten kann, erhält maximal 10,8 Prozent Abschlag. Er kann als Erwerbsgeminderter weiter mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Allerdings erst nach 35 Beitragsjahren.

Altersrente für Schwerbehinderte mit 35 Versicherungsjahren:
Hier wird das Eintrittsalter von 63 auf 65 Jahre angehoben. Wer Abschläge in Kauf nimmt, kann als Schwerbehinderter mit 62 in Ruhestand gehen.

Witwenrente:
Die Altersgrenze für die große Witwenrente wird von 45 auf 47´Jahre angehoben.

Beitragssatz:
Ein erklärtes Ziel der Reform ist es, den Beitragssatz zur Rentenversicherung - er liegt bei 19,9 Prozent - trotz der Alterung der Gesellschaft bis 2020 nicht über 20 % und bis 2030 nicht über 22 % steigen zu lassen. Nach der Prognose des Statistischen Bundesamtes wird es im Jahr 2050 doppelt so viele 60-Jährige geben wie Neugeborene. Es zeichnet sich ein Anstieg des Durchschnittsalters der Bevölkerung von heute 42 auf dann 50Jahre ab.


ZInkrafttreten der Gesundheitsreform

Am 1. April tritt die Gesundheitsreform in Kraft!

Der Bundesrat hat mit breiter Mehrheit die Gesundheitsreform gebilligt. Bereits am 2. Februar hatte der Bundestag dem Gesetzentwurf zugestimmt. Damit ist für eines der wichtigsten Reformvorhaben der Bundesregierung der Weg frei: die nachhaltige Sicherung des Gesundheitswesens.

Die wichtigsten Regelungen im Überblick:

Versicherungsschutz für alle: Derzeit sind über 200.000 Menschen ohne Versicherungsschutz. Ab 2009 besteht für alle Bürgerinnen und Bürger die Pflicht und das Recht, sich zu versichern: und das zu bezahlbaren Beiträgen.

Wer den Versicherungsschutz früher verloren hat, kehrt in seine letzte Versicherung zurück. Das gilt sowohl für die gesetzliche wie die private Krankenversicherung.

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gilt die Versicherungspflicht bereits ab dem 1. April 2007.

Ab dem 1. Juli 2007 können sich Versicherte, die der privaten Krankenversicherung (PKV) zuzuordnen sind, ohne Risikoprüfung und -zuschläge wieder privat versichern. Das bedeutet, die Prämien dürfen sich nur aufgrund Alter und Geschlecht unterscheiden.

Die Möglichkeit, von einer gesetzlichen zu einer privaten Krankenversicherung zu wechseln, wird verändert. Die PKV bleibt als Vollversicherung erhalten. Allerdings wird sie künftig stärker als bislang kranke Menschen zu bezahlbaren Preisen versichern.

Zunächst erfolgt die Versicherung im Standardtarif. Ab dem 1. Januar 2009 bietet die PKV einen neuen Basistarif, welcher die Versorgung sicherstellt, nicht abgelehnt werden darf und eine Risikoprüfung ausschließt, zu erheblich verbesserten Bedingungen an.

Der Basistarif tritt neben die schon bestehenden Tarife. Er ist mit Zusatzversicherungen kombinierbar. Für alle Nichtversicherten, die früher in der PKV waren und für alle freiwillig Versicherten ist er offen. Auch die heute schon privat Versicherten können bis zum 30. Juni 2009 in diesen Tarif wechseln.


Neuregelung für die Versicherbarkeit von Angestellten:

Immer wieder erreichen uns Anfragen zur Versicherbarkeit von Angestellten in der privaten Krankenvollversicherung.

Verunsicherung bringt hier besonders die vom Bundeskabinett beschlossene Einführung der 3-Jahresfrist für diese Personengruppe.

Mit der nachfolgend beigefügten Präsentation sollen ihre Fragen zu diesem Thema anschaulich beantwortet werden.

Bitte bedenken Sie, dass sich die gesamten geplanten Maßnahmen noch im Gesetzgebungsverfahren befinden und in der Presse täglich von Nachbesserungsbedarf berichtet wird.

Vielen unserer Kunden ist bewusst, dass auch diese Gesundheitsreform das Problem der Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens nicht lösen wird. Bisherige Gesundheitsreformen hielten im Durchschnitt 2,4 Jahre. Das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der GKV schwindet zunehmend. Hieraus ergibt sich nach wie vor der sinnvolle Wechsel in die private Krankenvoll- und Zusatzversicherung.

 Kabinettsentwurf 3-Jahres-Frist (980kB)

P.S.: Der große Bereich der Beamten, Freiberufler, Selbständigen ist von der "3-Jahresregelung" nicht betroffen.


Pressemitteilung der Bundesregierung zur Gesundheitsreform vom 5.10.2006 Nach langem Ringen haben sich die CDU, CSU und SPD auf die Eckpunkte der Gesundheitsreform geeinigt.  Kommentar zur Gesundheitsreform (194kB)  Stimmen zur Gesundheitsreform (23kB)  Eckpunkte der Gesundheitsreform (288kB) Kassenbeiträge in der GKV? Die Beiträge in der GKV sollen zum 01. Januar 2007 um 0,5 % erhöht werden, diese Erhöhung trifft Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte. Die Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von € 3.562,50 soll nicht verändert werden. Welche Steuermittel fließen in das Gesundheitssystem? Die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern soll künftig komplett über Steuern finanziert werden. Wie funktioniert der geplante Gesundheitsfonds? Künftig werden nicht mehr die GKV die Beiträge einziehen, sondern ein zentraler Fonds. In diesen Fonds fließen die Beiträge von Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Steuermittel. Die GKV erhält pro Mitglied einen festen Betrag, der sich für ältere und kranke Mitglieder erhöht. Werden Kassenleistungen ausgegliedert? Vorerst nur die Folgekosten für Piercing, Tattoos und Schönheitsoperationen. Die Folgekosten müssen selber getragen werden. Was ändert sich für die Ärzte? An die Stelle des Punktsystems tritt eine feste Vergütung für die erbrachte Leistung. Patienten sollen künftig eine Rechnung erhalten. Was ändert sich für privat Versicherte? Die privaten Krankenkassen bleiben als Vollversicherung erhalten, allerdings müssen sie jeden Kunden aufnehmen. Dies könnte dazu führen, dass die privaten Krankenkassen künftig einen Standardtarif für Basisleistungen anbieten. Zudem können Privatversicherte zwischen den privaten Kassen unter Mitnahme der Alterungsrückstellungen wechseln. Des Weiteren soll auch die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich sein. Höher verdienende Angestellte sollen nicht mehr im ersten Jahr des Überschreitens der Versicherungspflichtgrenze in die PKV wechseln dürfen, sondern erst nach dreimaligem Überschreiten. Die Krankenvollversicherung hat auch weiterhin Bestand. Ein weiteres Argument dafür ist die in bestimmten Bereichen geltende Beitragsgarantie zum 01.01.2008. Schnelle Wechsler sollten darauf achten, dass sie ein Rücktrittsrecht haben wenn sie im Nachhinein doch der Versicherungspflicht unterliegen sollten.